Was Du von Jedi Meister Yoda lernen kannst…

Marco Siebert

Marco Siebert

„Zorn. Furcht. Aggressivität. Die Dunklen Seiten der Macht sind sie. Besitz ergreifen sie leicht von dir.“ – Meister Yoda, Star Wars Episode-V – Das Imperium schlägt zurück

Das ist wohl eines der ikonischsten Zitate der Filmgeschichte und es trägt so viel Wahrheit in sich.

Kennst Du das, wenn sich eine nicht greifbare Angst in Dir breit macht? Ein Gefühl, als ob eine eiskalte Klaue Dein Herz umschließt und langsam zudrückt? Ich kenne das Gefühl nur zu gut! Gerade jetzt, in dieser Zeit, in welcher ich die ersten Gehversuche als Unternehmer mache. Geh-”Versuche”? Oha…erwischt…………spätestens jetzt hätte ich eine Abreibung von Meister Yoda erhalten:

“Versuchen? Tue es, oder tue es nicht! Es gibt kein Versuchen!” – Yoda

Und Recht hat er! Das Wort “versuchen” beinhaltet immer eine Hintertür, die es Dir erlaubt, unter einem fadenscheinigen Vorwand zu scheitern, aufzugeben. Hast Du auch schon einmal zu jemandem gesagt, dass Du etwas “versuchen” wirst? Außer bei den ersten Backversuchen des Partners, düfte es im Wortschatz eines Menschen, der Erfolg im Leben anstrebt, das Wort “versuchen” eigentlich nicht geben. Dass ich es trotzdem benutzt habe, zeigt mir und Dir, dass meine programmierten und geprägten Glaubensmuster in meinem Mindset meist unerkannt ihr Unwesen treiben, wie ein Trojaner auf einer infizierten Festplatte.

Wir können uns glücklich schätzen, wenn wir dieses Glaubensmuster wahrnehmen und identifizieren können. Denn dann können wir daran arbeiten. Bleibt es aber wie ein gigantischer Eisberg zu 90 Prozent unter dem Wasser-/Bewusstseins Spiegel, dann tragen wir ein unerkanntes Sabotagemuster mit uns herum, dass all unsere bewussten Entscheidungen überlagert und korrumpiert. Nichts will gelingen. Gelegenheiten werden nicht genutzt oder gar nicht erst wahrgenommen. Und immer größer und mächtiger wird der lähmende Einfluss der unterschwelligen Angst, die wie eine dämonische Bestie im Schatten unseres Bewußtseins lauert, um uns bei jeder sich bietender Gelegenheit zu überwältigen und in die Unterwelt von Depression, Untätigkeit und Hoffnungslosigkeit zu ziehen.

Der Begriff Angst, kommt von dem Wort “Enge”. Angst macht eng. Sie presst Dir den Atem aus dem Körper als würde ein tonnenschwerer Granitblock auf Deinem Brustkorb liegen. Sie engt Dein Sichtfeld ein und blockiert dein rationales Denken. Angst triggert Dein “Echsenhirn”, einen Urinstinkt, der den Sympathicus deines Nervensystems auf hochtouren Amok laufen. Der Teil, der Urzeitlich unser Überleben gesichert hat, wenn plötzlich der Säbelzahntiger auftauchte. Da war er lebensnotwendig und führte zu einer von drei möglichen Reaktionen: Kampf, Flucht oder totstellen. Das Blut versorgt die Organe nur noch im Notbetrieb und wird stattdessen zur Skelettmuskulatur umgeleitet, um für den kampf oder die Flucht gerüstet zu sein. Das lähmt uns. Lässt uns verzweifeln und untätig werden. Wir malen uns die schlimmsten Dinge und Konsequenzen aus und sind unfähig zu handeln. Und wenn doch, dann kopflos und unüberlegt wie ein Huhn, dass noch fast eine Minute ohne Kopf hektisch umher rennt, weil es dem Schlachter entwischt ist, nachdem er dem Vogel den Kopf abgehackt hatte.

Selbst nachts kommt man nicht zur Ruhe. Herzklopfen, Panikattacken, Gedankenkarussell.
Kennst Du das? So geht es mir im Moment immer mal wieder. Bis auf die Sache mit dem Schlaf. Schlafen kann ich immer. Das bestätigt mir zumindest meine Partnerin, die mir morgens mit Augenringen berichtet, dass unser kleiner Sohn in der Nacht mindestens fünf mal wach wurde und geweint hat(er hat sein Bettchen direkt neben unserem Doppelbett). Man könnte vor dem Schlafzimmerfenster eine Granate zünden und ich würde es nicht bemerken.

Aber die Angst ist im Moment wieder omnipräsent. Kannst Du Dir das gefühl vorstellen, wenn Du jeden Tag an Dir zweifelst? An der Entscheidung, Unternehmer zu werden. Du schaust jeden morgen in das Strahlende Gesicht und die großen, klaren Augen Deines Kindes. Siehst die ehrliche Freude in seinem kleinen Gesicht, wenn es morgens die Augen öffnet und Dich sieht. Dieses Glücksgefühl ist in diesem Moment unbeschreiblich. Und kurz darauf schlägt die Angst wieder zu. Das Business läuft (noch) nicht. Du bist einfach noch nicht soweit und die Geldreserven schmelzen Tag für Tag dahin. Ständig wirst Du ausgebremst, ständig musst Du auf irgendetwas warten, ständig geraten Deine Aktionen ins stocken.

Ständig hast Du negative Gedanken, die immer um das gleiche Thema kreisen, ohne dass sie etwas konstruktives bewirken würden. Manchmal sitze ich vor dem Bildschirm des PC’s und schaffe es einfach nicht, aktiv zu werden. Ich bin wie weggetreten, fremdgesteuert. Schaffe es nicht einmal den Arm zu heben, um die Maus zu bedienen. Da beginnt die Abwärtsspirale. Dieser Tag ist dann gelaufen. Gute Gefühle versucht man sich dann im Außen zu verschaffen: Netflix, Schokolade, Chips, Computerspiele….einfach irgendwas, das kurzfristig hilft, eine kleine Dosis Glückshormone zu mobilisieren. Und das macht dann süchtig, denn die unterschwellige Angst ist permanent da. Mal stärker – mal schwächer, aber sie ist nie ganz weg.

Ist Dir das vertraut? Dann weißt Du, wie schwer es ist, aktiv gegen zu steuern und aktiv zu werden. Das verrückte ist: Ich beherrsche alle möglichen Techniken, um mit dieser Angst fertig zu werden, doch diese Angst blockiert, wenn sie aktiv wird, mein Denken. Deshalb schreibe ich hier ein paar Möglichkeiten auf, unter welchen vielleicht auch eine oder zwei sind, die für Dich funktionieren:

  1. Schreiben: Schreibe Deine konkreten Ängste auf, denn das nimmt ihnen die Macht. Wenn Du konkret aufschreibst, wie Deine Ängste und Befürchtungen aussehen, relativieren sie sich, weil dieses Konkrete automatisch Lösungsansätze mitliefert.
  2. Affirmationen und Autosuggestion: Wenn Du oft genug, mit genug Emotionen Affirmationen täglich wiederholst, programmierst Du langsam aber sicher Dein Unterbewusstsein um. Alle großen und erfolgreichen Menschen tun es: Egal ob Arnold Schwarzenegger, Warren Buffett, Mark Zuckerberg oder Elon Musk…alle arbeiten Sie mit Affirmationen und Autosuggestion!
  3. Neurolinguistisches Programmieren(NLP) und Hypnose. Zwei sehr wirkungsvolle Methoden, die sich in einigen Teilbereichen überschneiden und wirkungsvolle Selbsthilfetechniken bieten, um das sein Mindset nach eigenen Wünschen zu formen.
  4. Klopfakupressur. Oft auch bekannt unter den Begriffen EFT(Emotional Freedom Technique), MFT (Mentalfeldtechniken), MET (Meridian-Energie-Techniken) oder energetische Psychotherapie. Eine sehr spannende Selbsthilfemethode mit sehr schnellen Ergebnissen.
  5. Psycho-Kinesiologie. Eine der mächtigsten Methoden, die ich je kennengelernt habe, welche aber einen erfahrenen Therapeuten benötigt. Eine der wenigen Methoden, die auch unterbewußte Sabotagemuster aufdecken kann, an die man sonst kaum herangekommen wäre(was man nicht kennt, kann man normalerweise nicht ändern).
  6. Meditation, Yoga, Qigong, Taijiquan(Tai Chi). Uralte Methoden zur Kultivierung innerer Energie und zur Entspannung.
  7. Sport. Körperlich fordernde und anstrengende Betätigung. Ein intensives Workout lässt Glückshormone zirkulieren, sorgt für nachträgliche Entspannung und löst (Gedanken-)Blockaden.
  8. Wellness, Sauna, Spazieren im Wald, Beschäftigung mit der Familie, Freunden oder (Haus-) Tieren.
  9. Inspirierende Bücher lesen, Videos schauen oder Audio Dateien hören: Habe immer ein positives Buch, eine Audiodatei oder eine Handverlesene Youtube Playlist in Reichweite!

Gar nicht mal so wenig, findest Du nicht auch? Und Punkt Nummer eins habe ich hiermit gerade angewendet: Die Angst niederschreiben. Sie aus meinem Gehirn “herausschreiben”.

Und soll ich Dir etwas verraten? Es hat geholfen, die Angst jetzt so nackt auf dem Display meines Notebooks zu betrachten(und hat wirklich nur marginal mit dem Glas Rotwein hier auf dem Tisch zu tun).

Meister Yoda hatte Recht: Furcht führt zu unserer dunklen Seite. Zu einer finsteren Abwärtsspirale unserer Gedanken, die sich immer weiter verstärkt, je mehr Energie wir ihr zufüttern, indem wir pausenlos darüber nachgrübeln und an uns zweifeln.

Wichtig ist, dieses Muster sofort rabiat und entschlossen zu unterbrechen und die positive Energie wieder ins Fließen zu bringen. Und ein paar Werkzeuge hierfür, habe ich Dir oben genannt!

Nutze Sie und mache aus Deinem Leben etwas Einzigartiges! Wir alle kommen hier nicht lebend raus, also können wir auch maximalen Spaß an unserem Leben haben!

Nutze die Macht!

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